Stifterforum 2025
Stifterforum 2025: Ein Überblick über Aktivitäten und geförderte Projekte
Lauda-Königshofen. Ein Überblick über Aktivitäten und geförderte Projekte der Bürgerstiftung Lauda-Königshofen stand im Fokus des Stiftungsforums im Rathaussaal in Lauda.
LAUDA-KÖNIGSHOFEN.
Stifterforum 2025: Ein Überblick über Aktivitäten und geförderte Projekte
Von Peter D. Wagner
Ein Überblick über Aktivitäten und geförderte Projekte der Bürgerstiftung Lauda-Königshofen stand im Fokus des Stiftungsforums im Rathaussaal in Lauda.
„Im vergangenen Jahr konnten Spenden in Höhe von insgesamt über 15.700 Euro generiert werden“, vermeldete nach einem Gedenken an die in diesem Zeitraum verstorbenen Mitglieder der Vorsitzende Jürgen Besserer stellvertretend für den Gesamtvorstand mit Petra Jouaux und Leo Köhler. Die Anzahl der Mitglieder beträgt aktuell 105, nachdem ein neuer Stifter hinzugewonnen werden konnte. Das Stiftungskapital beläuft sich auf rund 153.000 Euro. Im Gegenzug wurden Zuwendungen in Höhe von fast 23.500 Euro getätigt.
Unterstützte Projekte 2024 waren unter anderem Spenden für frühkindliches Instrumentarium an die Schule für Musik und Tanz im Mittelern Taubertal, für Spielgeräte im Stadtteil Deubach, für die Abteilung „Strömungsretter“ der DLRG-Ortsgruppe Königshofen, für Mikrofone in den „Futurelabs“ in Lauda sowie für die Förderung und Bildung durch Musik am SBBZ in Lauda.
Zweckgebundene Spenden erhielt die Bürgerstiftung beispielsweise für den Förderverein der Tafel in Lauda, für eine Busfahrt zum Besuch des Wildparks Bad Mergentheim durch SBBZ-Schüler, für eine Kücheneinrichtung im Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr – Abteilung Königshofen sowie für Sanierungs- und Erhaltungsmaßnahmen am Buchlerhaus in Gerlchsheim durch den Verein KulturGut.
Ebenfalls mit Unterstützung der Bürgerstiftung konnten zwei weitere „Automatisierte Externe Defibrillatoren (AED)“ angeschafft sowie öffentlich zugänglich in Lauda im Einkaufspark „TauberCenter“ an der Geschäftsfiliale der Volksbank Neckar Odenwald Main-Tauber eG und am Martin-Schleyer-Gymnasium installiert werden. Zusätzlich zählt unter anderem die Stadt Lauda-Königshofen zu den Förderern dieses Projektes „Defibrillatoren für alle zwölf Ortsteile“, zumal auch Bürgermeister Dr. Lukas Braun und sämtliche Gemeinderatsfraktionen diese Initiative befürwortet hatten, die vom damaligen Bürgerstiftungsvorstand und dem vormaligen Vorsitzenden Gerhard Glöckner sowie von dem Stiftungsrat unter Vorsitz von Cornelia Müller-Reiter angeregt wurde.
Die Arbeit und Situation der Tafelläden erläuterte Christine Lurz, Vorsitzende des Fördervereins der Tafel in Lauda-Königshofen. Ein wesentliches Ziel bei Gründung der Tafelläden in den 90er Jahren in Deutschland sei gewesen, der Verschwendung und dem Wegwerfen von Lebensmitteln entgegenzuwirken. Mittlerweile versorgen die bundesweit circa 970 Tafeln immer mehr Menschen, die in Nahrungsarmut leben und wegen Bedürftigkeit auf zumindest äußerst kostengünstige Lebensmittel angewiesen sind.
Die Tafel in Lauda unter Trägerschaft des Caritasverbandes im Tauberkreis e.V. versorgt derzeit etwa 230 Erwachsene und knapp über 200 Kinder, die Inhaber eines der momentan circa 150 Berechtigungsscheine sind. Vor allem durch die Folgen des Kriegs in der Ukraine sei die Nachfrage weiter angestiegen. Den Tafelbetrieb bei wöchentlich zwei Öffnungszeiten leisten acht bis zehn Ehrenamtliche mit insgesamt rund 140 Stunden. Darin enthalten seien der Aufwand zum Beispiel für Logistik und Transport sowie vorbereitendes Herrichten und nachbereitendes Aufräumen der angebotenen Waren, teilte Christine Lurz mit. „Vor allem aufgrund des erheblichen logistischen und finanziellen Aufwands sind wir über Unterstützung und Spenden sehr froh“, dankte die Vorsitzende des Tafel-Fördervereins.
Jürgen Englert, Vorsitzender der DLRG-Ortgruppe Königshofen, und Einsatzleiter Marco Strecker informierten über Aktivitäten und Aufgaben der sogenannten „Strömungsretter“. Diese sind speziell und mit viel investierten Zeitaufwand ausgebildete Hilfskräfte, die bei Notfällen beispielsweise an stark strömenden Gewässern oder bei Hochwasser immer im Team eingesetzt werden. Dazu benötigen sie nicht nur für die Bergung und Rettung in Not geratener Personen eine individuelle Ausrüstung, sondern ebenso zum Eigenschutz vor Kälte oder Verletzungen.
„Die Nachwuchskräfte von heute sind die Rettungs- und Hilfskräfte von morgen“, unterstrich Englert im Zusammenhang mit der Präsentation eines entsprechenden Kurzfilms, den junge Mitglieder der lokalen DLRG-Mediengruppe erstellt hatten. Darüber hinaus würdigten der Ortsgruppen-Vorsitzende und Einsatzleiter Strecker die Bürgerstiftung für deren Zuschuss.
„Zwar haben sich die Zinserträge aus dem Stiftungskapital wieder etwas erhöht, ohne die freiwilligen Spenden könnten wir die vielfältigen Projekte und Initiativen jedoch nicht unterstützen“, gab Jürgen Besserer verbunden mit einem Dank an die Gebenden zu bedenken. „Bitte werben Sie in Ihrem Freundes- und Bekanntenkreis, unsere Bürgerstiftung als neues Mitglied oder durch Spenden zu fördern“, appellierte der Stiftungsvorsitzende. Ebenso dankte er der Firma ps:ag aus Lauda für die fortlaufende Wartung und Aktualisierung der Stiftungs-Homepage sowie allen anderen Unterstützern für ihr ehrenamtliches Engagement zugunsten der Bürgerstiftung Lauda-Königshofen.
Stimmungsvoll umrahmt wurde das Stifterforum von der Musikschule Mittleres Taubertal durch ein Querflötenduo mit Alexandra Güßgen und Schulleiterin Stefanie Helmer sowie durch ein bei „Jugend musiziert“ preisgekröntes Streicher- und Querflötenquartett begleitet von Stefanie Helmer am Klavier.
Weitere Infos über die Bürgerstiftung Lauda-Königshofen sind unter www.buergerstiftung-lk.de, E-Mail:
Spenden sind bei der Sparkasse Tauberfranken, IBAN: DE29 6735 2565 0002 2168 02, und bei der Volksbank Main Tauber eG, IBAN: DE86 6739 0000 0020 9727 18, möglich.
Foto und Text: Peter D. Wagner. Vielen Dank wieder einmal für Deine Unterstützung, Peter!
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